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Es werden Posts vom August, 2019 angezeigt.

Loco, loco...

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Sonntag, den 28.08.2019 Heute, Sonntag war ein besonders ereignisreicher Tag. Mit dem neuen Mann meiner Gastmutter namens Edwin und seinen drei Kindern (eine Tochter 20, zwei Söhne 18&14) fuhren wir am morgen um 10Uhr los, um zum Staudamm von Cachí zu fahren. Über mystische, aber wunderschöne Straßen, die durch den grünen Regenwald schlichen, erreichten wir die riesige Anlage (wie man im Video sieht). Der Staudamm ist zum Großteil mit dafür verantwortlich, dass Costa Rica zu 99 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht. Später ging es weiter zum Mirador (Aussichtspunkt) de Orosí, von dem man einen fulminanten Ausblick auf die Berge, Zitronenplantagen, den Fluss Orosí (von dem auch der Staudamm abhängig ist) und die gleichnamige Stadt hatte. Eine frische Kokosnuss schlürfend lies sich die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit dort recht gut aushalten. Weiter ging es in die ehemalige Hauptstadt und in das religiöse Zentrum Costa Ricas in Cartago. Dort steht auch die Basilika, z...

Hoppe, Hoppe Reiter...

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Freitag, den 23.08.2019 Heute war mit einer der schönsten Tage bisher... Es war ein Tag ohne Regen (den ich hier sehr schätze), praller Sonnenschein, die Vitamin D Reservate wurden wieder aufgeladen und auch der Fakt, dass es Freitag war, stimmte mich glücklich. Am Nachmittag machten wir eine Reittour. Mit meinem Pferd Ragaza galoppierte ich durch die robusten Berge und den friedlich, grünen Regenwald mit unglaublichen Sichten auf das Valle Central Costa Ricas mit der Hauptstadt San José und der angrenzenden Peripherie. Es war wunderschön, ich spürte ein echtes Freiheitsgefühl und diese Tour wäre mir am heutigen Tag auch am meisten hängen geblieben, wenn da nicht diese Finca gewesen wäre (bei der wir auch die Reittour begonnen.) Mich hat diese Finca einfach verzaubert, so friedlich und idyllisch lag sie da im Einklang mit Tier, Mensch und Natur! Der Regenwald der sich durch die Berge bis ins Tal erstreckt. Papageien und andere Vögel, die von Baumwipfel zu Baumwipfel fliegen. Die l...

Patacones!

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 Erst einmal Entschuldigung dafür, dass hier länger nichts mehr kam. Es ist die letzten Tage recht viel passiert und ich musste erstmal richtig in diesem neuen Land ankommen, was doch gar nicht so leicht ist. Erfahrungen und Erlebnisse hab ich natürlich trotzdem reichhaltig gemacht und möchte nachtragend einige teilen. 22.08.2019 Eine Woche bin ich nun hier; im Land der reichen Küste. Doch nicht nur im Land der reichen Küste, sondern auch im Land der reichen Küche. So zum Beispiel haben wir heute nach der Sprachschule die costaricanische Spezialität „Patacones“ zubereitet. Hauptzutat: frische Kochbananen. Wie man es zubereitet? Seht selbst! Servieren kann man es mit Bohnenmus, Zwiebeln, Käse, Tomaten, Fleisch... Glaubt mir, wenn ich in einem Jahr zurückkomme, werd ich ein riesiges Buffet aus costaricanischen Spezialitäten zaubern können...                                     ...

Eindrücke. #2

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Papayas und Bananen auf dem sonntäglichen Markt in Coronado. Auf 1900m im Ort „las nubes“ (die Wolken). Das Ortseingangsschild begrüßt einen mit den Worten „bienvenido en las nubes“ (zu Deutsch: Willkommen in den Wolken). Der „árbol de poro“, der die roten Schoten produziert. Durch den dichten Regenwald, der die Luft so filtert, ist es hier sehr erholsam ein- und auszuatmen... In der Finca Samaná wird ein Tortilla gegessen und agua dulce getrunken... 

Eindrücke. #1

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Die Straße meiner Unterkunft ist glücklicherweise sehr ruhig. Ein Foto, dass erahnen lässt, wie es hier aussieht. Eintritt des Café "Kaffa". :) Neugierig.

Ein erster Tag in Costa Rica.

Völlig selbstverständlich – dem Jetlag geschuldet – wache ich putzmunter nach meiner ersten Nacht in Costa Rica um 7Uhr morgens in meinem Bett auf. Ich höre wie der Regen, der an und aus geht, wie eine Jugendherbergsdusche, seicht ans Gemäuer schlägt. Ich stehe auf und meine Gastmutter Rosy erwartet mich schon sehnsüchtig, um mir ihre selbstgemachten Tortillas con Queso und meinen ersten costaricanischen Café zum Frühstück zu servieren. DE-LI-CIO-SO! In der Folge mache ich mich auf den Weg zu meiner Sprachschule, wo wir eine Einführung erlangen. Der fünfminütige Weg hat, ob der Kürze stark beeindruckt. Ich kann mein Umfeld endlich bei Tageslicht sehen und blicke vom „Tal“ in der Kleinstadt Vázquez de Coronadoaus bei 1400m um mich in eine traumhaft schöne Landschaft gespickt von Bergketten, Vulkanen und Regenwald. In der Sprachschule empfangen sie die anderen Freiwilligen und mich sehr herzlich, was sich im Laufe des Tages auch an anderen Orten fortsetzt. Um die Mittagszeit herum bekom...

kurzes Background-Wissen zu Costa Rica...

Um einen angemessenen Umgang mit den Menschen vor Ort zu pflegen, ist es wichtig sowohl dem Hintergrundwissen als auch dem respektvollen und sensiblen Umgang mit der Bevölkerung, ihren Kulturen und Traditionen eine bedeutsame Rolle zuzuweisen. Es ist wichtig zu wissen, dass Costa Rica im Jahre 1821 die Unabhängigkeit von Spanien erlangt hat und heute eine stabile Demokratie darstellt. Der aktuelle Präsident Costa Ricas ist der linksliberale Alvaro Quesada. Er folgte auf Laura Chinchilla; die erste weibliche Präsidentin des Landes. Costa Rica verfügt über eine unglaublich hohe Biodiversität, die der Staat zu schützen weiß. Rund ein Drittel der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Was Umweltschutz angeht wird Costa Rica daher häufig ein sehr progressiver Charakter, eine Art Vorreiterrolle zugeschrieben. Verstärkt wird dies durch den Fakt, dass das Land 1948 seine Armee abgeschafft hat, um das Geld bevorzugt in Forschung und Bildung zu investieren. Dazu gehört auch die dek...

"Was tut er dort nur? Urlaub?"

Was werde ich in Costa Rica machen? Eingesetzt als Freiwilliger bin ich in einer Partnerorganisation von Brot für die Welt namens SEPROJOVEN. SEPROJOVEN ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich mit der Begleitung von persönlichen Entwicklungsprozessen von Kindern und Jugendlichen sowie mit der Entwicklung von Gruppen und GruppenleiterInnen beschäftigt. Zielgruppen sind vor allem Mädchen und junge Frauen aus marginalisierten Stadtvierteln der Stadt Alajuela sowie junge Menschen verschiedener indigener Gemeinden. Die Organisation versucht, mit einer Kombination aus pädagogischen Erkenntnissen und neuen Strategien – zum Beispiel durch Straßen-Fußballtrainings und Freizeit- und Kreativangeboten – das Selbstentwicklungspotential und die Entwicklung von jungen Menschen einzeln und in Gruppenprozessen zu fördern. Die Umsetzung der Menschen- und Kinderrechte sowie das Bewusstsein für diese Rechte in der Bevölkerung ist integraler Bestandteil dieser Arbeit. D...

Oh wie schön ist Panama!

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Dieses Bild entstand bei meiner Zwischenlandung in Panama. Genauer gesagt beim Anflug auf Mittelamerika. Eine Weltregion, die ich nur aus der Schule, aus Büchern, Filmen, Geschichten und Träumen kannte und plötzlich flog man darauf zu. Es war mein erster Langstreckenflug, die Sonne durchbrach die dicke Wolkenschicht (es ist Regenzeit hier), die wilden Wellen der Karibik schossen auf den sattgrünen Landstreifen zu und ich war so überwältigt, dass mir die Tränen in die Augen schossen. Alles kam mir auf einmal so surreal vor. Hinzu kam emotionale Aufgeladenheit: Zwischen Sehnsucht nach meinen Liebsten und Sehnsucht nach dem, was in den kommenden Monaten noch auf mich zu kommt.  PS: durch die Scheibe hat die Bildqualität leider etwas abgenommen...

Kurzer Einstieg :)

Bienvenido en mi blog ! - Willkommen auf meinem Blog ! Heute, Freitag den 16.August 2019 um 9:45 bin ich in Berlin Tegel in den Flieger Richtung Costa Rica in Mittelamerika mit den Zwischenstationen Paris und Panama City gestiegen, um im kommendem Jahr dort mit „Brot für die Welt“ einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu leisten. Für mich beginnt damit nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, nachdem ich im Juni mein Abitur erhalten habe und mit der Schulzeit ein unglaublich prägendes Kapitel meines Lebens abschließe. Nein, es beginnt für mich nun auch ein großes Abenteuer. Gerade sitze ich im Flugzeug zwischen Paris und Panama irgendwo über dem Pazifik, schaue gerne aus dem Fenster (ja! Ich hab einen Fensterplatz!!:)) und bin immer wieder verblüfft wie weit und groß die Welt ist, wenn ich so unendliches Blau sehe. Andererseits kommt sie mir auch unglaublich klein vor, wenn ich merke, dass sich in Dresden, meiner Heimatstadt, wirklich jeder über eine Ecke kennt oder ...