#2 Ich sitze hier nun in Dresden, die kühle Aprilsonne blendet mich etwas, ich habe mich genug abgelenkt; Zeit ein Resumé zu ziehen. Ein Resumé, dass ich euch Lesern und Unterstützern schuldig bin! Ein Resumé, das ich mir selbst schuldig bin. Ein Resumé, dass ich Costa Rica schuldig bin. Etwas mehr als sieben Monate habe ich nun in diesem wundervollen Land Costa Rica gelebt, gelernt und bin gewachsen. Ich bin froh kein Tourist gewesen zu sein sondern mir wurde das Gefühl gegeben akzeptiert, integriert und zuhause zu sein. Das ist das wertvollste Gefühl, das man haben kann. Auch wenn ich bis heute nie im Norden des Landes war, ich habe das Gefühl Costa Rica inzwischen ganz gut zu kennen. Von vielen Seiten habe ich dieses Land sehen können, habe zahlreiche Bekanntschaften gemacht und Freundschaften geschlossen. Ich habe meinen Horizont über die Indigene Kultur des Landes erweitert, habe sieben Dörfer (La Casona, Amubri, Montesión, Salitre, Ujarrás, Rey Curré und Boruca) genaue...
Eine Herausforderung, die ich mir die ganze Zeit vorgenommen hatte und endlich umsetzen konnte war es die Cordillera de Talamanca zu überqueren. Was ist die Cordillera de Talamanca? Die größte Bergkette Costa Ricas, die bis 3800m hochgeht und die Karibikseite von der Pazifikseite trennt und sich bis nach Panama durchzieht. Die Cordillera ist offiziell Teil des "parque internacional La Amistad" aber größtenteils Niemandsland. Es gibt keinerlei Zivilisation. Hier regiert einzig und allein Mutter Natur und das Gesetz des Djungels. Das Gebiet wurde zu Kolonialzeiten nicht einmal von den Spaniern erobert, da sie sich im Urwald verliefen und starben. In Talamanca streunen schwarze Panther, Berglöwen und Jaguare umher. Tapire essen sich an der saftig grünen Flora satt. Und verschiedene Schlangenarten gleiten zwischen feuchten Moosen entlang. Es gibt keine Häuser, keine Menschen, keine Wege, nichts! Nur endloser Urwald. Moment mal... keinen Weg? Doch es gibt einen kleinen Trampelpfa...
Mein selbst organisiertes Fußallturnier hier mit den Kindern in La Puna war ein Erfolg. Leider fehlt hier auf dem Bild die Hälfte der Kinder... Das Siegerteam! Mein Ausblick aus dem Fenster. Morgendliche Sonnenstrahlen. Mit den Kühen arbeiten auf der Finca von Don Lenin. Unsere Pferde müssen nach dem Ausritt gewaschen werden. Ich hatte durchaus meinen Spaß... Lenin und sein Freund Bati amüsierten sich dann kräftig, als ich die überaus kräftigen Kälber festhalten sollte, um ihnen eine Anti-Parasiten-Spritze zu verabreichen. Mit dem Rodeo-Team von La Puna war ich dann auf einem Rodeo. Dafür transformierten sich mich in einen waschechten "vaquero"! Eine Disziplin ist es eine wilde Kuh so schnell wie möglich mit dem Lasso zu fangen, unter Kontrolle zu bringen und sie zu melken. Klingt verrückt? Ist es auch! Im indigenen Dorf Boruca, wo ich inzwischen zwei mal im Monat arbeite half ich dabei traditionelle Speere und Bögen für da...
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