Eindrücke. #5

Zuerst folgen erstmal Eindrücke aus meinem "Alltag" und meiner Arbeit. Im darauffolgenden Post Eindrücke aus meinen Ferien und Reisen jetzt im Dezember und zum Jahreswechsel.



Eingang und Terrasse des Hauses, wo ich wohne.

Sport und Spiel mit den Kindern.


Meinem Gastonkel Moma auf seiner Palmenplantage helfen.

Die Frucht (Palma de Coyol) der Palme für das Palmenöl, die wir geerntet haben eingeliefert.

Tío Moma schleift meine Machete.

Als Bauer in Costa Rica zu arbeiten heißt um 5:30 aufs Feld zu gehen, schließlich muss man bevor die Sonne ihren Zenit erreicht so viel wie möglich schaffen! Egal, wie ermüdend es ist so früh aufzustehen, man sieht jedes Mal die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages und wie sich das Grün des Waldes von seinem nächtlichen Schatten entledigt.


Mein kleiner Gastcousin Iker als mentale Unterstützung beim anstrengenden Bau des neuen Betonbodens der Sporthalle für die Grundschule.


Bohnen "ausschlagen" mit meinem Tío Macho.

Endergebnis: ein Bohnenmeer und Vorrat für 4 Monate.


Der etwas andere "Goldene Reiter".

Helfen bei der Papaya-Ernte.

Traditionelles Gericht "Tamales". Reis und Fleisch eingewickelt in einem Bananenblatt. Für das Dorffest im Dezember haben wir ungefähr 700 Stück produziert.

Schön über dem Feuer gekocht. 

Ich bin inzwischen auch Teil der Männermannschaft von La Puna und hab sogar in zwei Spielen zwei Tore geschossen!


Neulich war ich mit einem Gastcousin in der Nacht "Machakas" angeln. 15 Stück und 2 Flusskrebse sind eine gelungene Ausbeute. Schön frittiert schmeckt das alles top!

Recyclingprojekt im November. Der uns zugetragene "Recyclingmüll".


Recyclingprojekt im Januar. Den Fortschritt kann man denke ich erkennen.

Letzter Schultag in der Grundschule im am 13. Dezember.

Zum ersten Mal in meinem Leben ein Huhn geschlachtet.


An diesem Tag wurden zwei Schweine geschlachtet. Der ganze Prozess ist hier eine Tradition und hat eine ganz spannende Eigendynamik. Letztere kann ich gar nicht beschreiben, man muss einfach dabei sein. Charakteristisch ist: sehr früh, im diesem Fall 6:00 morgens, geht es los. Man ist in Mitten eines hoch vulgären Costaricanischen Slangs, bei dem das Wort „hijo de ****“ keine unwichtige Rolle einnimmt. Darüberhinaus drängen Ranchero-Klänge (so eine Art Latino-Schnulzen) bis in die Tiefen der Ohrmuschel. Der ein oder andere singt lauthals mit, als wäre er bei einem Karaokekontest. Nebenbei wird noch Flor de Caña getrunken, was sich nicht unerheblich auf die Dynamik auswirkt. Nicht fehlen dürfen die Tico-Schreie, die eine Art Euphorie-/Aufregungs-/Kampfschreie sind und sich anhören, wie ein brüllender Affe aber in sehr hoher Stimmlage. Ich lerne den Schrei auch gerade, werde aber aktuell noch liebevoll „Coyote“ (dt.Koyote) genannt. Ringsherum besteht das Umfeld einfach aus jede für sich einzigartigen und starken Persönlichkeiten, bei denen manche unglaubliche Karikaturen wären. Außerdem: Wer ein genaues Video vom Schlachten sehen will muss mir privat schreiben. Das wollte ich den Vegetariern oder denen die kein Blut sehen können lieber vorenthalten. Eins der beiden Schweine hab ich nämlich auch schlachten sollen.
Für mich war das definitiv eine prägende und aufwühlende Erfahrung, die mir nicht so schnell entfallen wird. Schließlich war das alles das 1. Mal für mich!



Mit dem guten Señor Lara habe ich die Abmachung, dass immer wenn ich will, ich mir frische Kokosnüsse aus seinem Garten holen kann. Also hab ich mich mit meinem Gastbruder Gerardo auf den Weg gemacht und wir haben uns eine ganze Schubkarre gefüllt und auch noch einen Sack frische Limonen bekommen. Dank der Machete haben wir nun genug leckeres, frisches Kokoswasser im Kühlschrank. Frische Kokosnuss heißt hier Pipa! Coco ist nur das Fruchtfleisch.

Abschließend noch ein unschönes Bild: die Ananasplatagen, die sich wie ein Parasit hier in die Umgebung reinfressen.

Nach der Ernte werden sie einfach niedergebrannt und die Gegend wird von einer riesigen Rauchwolke umhüllt.
 



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