Eindrücke. #4

So, um mein schlechtes Gewissen zu beseitigen, dass ich auf diesem Blog so lange nichts mehr gepostet habe, kommt nach den drei neuen Einträgen nun auch eine Ladung an Eindrücken.

Schmetterlinge in dieser Größe sind keine Seltenheit.

Taaaaarzaaaaan!

Aussicht von ASOMOBI, einer von Frauen geführten Caféfarm, wo ich viel über Café lernen konnte.

ASOMOBI liegt im Nachbardorf Biolley. In dieser Organisation ist übrigens auch eine Mitfreiwillige von mir von Brot für die Welt eingesetzt.

zebra longwing.

Nach spontanem Einfall (da ich einen freien Tag hatte) bin ich am 08.10.2019 früh aufgestanden, denn ich wollte zum Vulkan Irazú. Eigentlich gibt es einen öffentlichen Bus von San José, der einen direkt zum Gipfel hochfährt (2h). Aber das war mir dann doch zu blöd und ich bin 3-4km eher ausgestiegen und denn Rest zur Rangerstation auf 3432m hochgestapft. Der Blick auf den Hauptkrater ist famos und surreal. Die türkisblaue Farbe des Wassers geht auf den hohen Schwefelanteil zurück. 

Der Irazú ist der höchste und größte Vulkan des Landes und sein Name geht auf das von der indigenen Bevölkerung stammende Wort „aratzu“ (Donnerpunkt) zurück. Der Gipfel des Vulkans erweist sich als eine unwirkliche, spektakuläre Landschaft. Neil Armstrong sagte einmal, dass ihn die Landbeschaffenheit oben am Irazú von allen Orten am meisten an die Oberfläche auf dem Mond errinere. Das konnte ich dort oben durchaus gut nachvollziehen. (Auf dem Bild hat man jetzt nur den Blick auf den Krater und nicht die Landbeschaffenheit am Rande...). Kurz hatte ich wirklich das Gefühl ich sei auf dem Mond.


ein Außerirdischer.


Am 23.10.2019 hatte ich das Glück Señor Lara zu begleiten. Er kümmet sich darum, dass es in La Puna (Trink-)Wasser gibt. Dafür muss er mehrmals die Woche durch den dichten Djungel in die Berge bis hin zur Quelle wandern und schauen ob mit den zwei dünnen Schläuchen, die sich wie Seidenfäden durch den Wald ziehen, alles in Ordnung ist. Dieser Arbeitsweg den Señor Lara hat ist ein ganz Besonderer, denn man befindet sich im tiefsten Djungel und ist umgeben von dieser unglaublich facettenreichen Flora und Fauna, von der ich glaube ich schon oft genug geschwärmt habe. Begleitet wird er nur von seiner Hündin Camila und seiner Machete. Nach einem etwa anderthalb stündigen Marsch durch den Djungel kamen wir bei einer Schönheit von Wasserfall an! Eine „catarata“ (wie man hier sagt) die sich fünfzig Meter in die Tiefe stürzt und dessen Wasser eine unglaubliche Kraft hat. Natürlich hab ich mich dort auch gebadet, wird schließlich mein neues Hobby hier: Wasserfall baden. ;) (Verweis auf das Bild vom Eintrag “kleines Update”). Dort haben wir uns mit Café, Papaya und Feigenbrot etwas ausgeruht. Auf dem ganzen Weg bekam ich mal wieder eine gratis Biologiestunde... Auf dem Rückweg schwang sich eine Kapuzineraffenfamilie über unseren Köpfen von Ast zu Ast durch die Bäume und beobachtete uns neugierig. Alles war friedlich bis wir plötzlich den Geruch von Urin vernahmen. Es ist der einer Raubkatze, der man lieber nicht begegnen will, wenn sie hungrig ist: der schwarze Panther. Señor Lara wurde auf einmal etwas unruhiger und wenn ich es richtig verstanden habe, meinte er, dass er den Panther gehört habe. Also machten wir uns rasch auf die Socken. Er erzählte mir, dass die Raubkatze in La Puna schon ganze 20 Hunde und ein Pferd getötet habe. Der Panter ist ihm persönlich erst einmal begegnet, damals wurde ihm sein alter Hund vor der Nase weggekrallt und ins Gebüsch gezerrt. Ich war froh, als wir dann heil am nicht ganz TÜV-freien Geländewagen aus den 70er Jahren, der gleich auseinander fiel ankamen und zurückfuhren. 

Was ist bitte nochmal das Djungelbuch?



"ä bissl planschen", wie der Sachse sagt.

Senor Lara's zuverlässiger Geländewagen aus den 70'ern.

Am 05.11.2019 um 5:00 im indigenen Territorium Salitre aufgestanden, um auf einem Hügel den Sonnenaufgang zu sehen.

Oh ja, es war es absolut wert!

La Sabana.

Pura Vida

spirituelles Haus in Salitre.

Abendhimmel Salitre.




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