Alles Pura Vida oder was?
Was
bedeutet eigentlich dieses Pura Vida?
Pura Vida ist so was wie der Werbe-Slogan Costa Ricas und man findet den Schriftzug auf jedem Touri-Mitbringsel.
Doch was bedeuten diese zwei Wörter eigentlich?
Folgendes: es gibt keine wirkliche Übersetzung des Spruchs. Wörtlich übersetzt hieße es: das pure Leben! Dadurch ist es so universell einsetzbar. Es heißt auch „genieße das Leben!“ „erfreu dich am Tag“. Quasi ein bisschen Carpe diem mäßig. Man kann Pura Vida aber auch einfach als Begrüßung, als Verabschiedung oder als Dankeschön. sagen. Man kann hier auch ein Gespräch führen, wenn man einfach nur „Pura Vida“ sagt. „¿Pura Vida?“ „¡Pura Vida!“ „¡Pura Vida!“ „Pura Vida.“... und wenn man mal gar nicht weiß, was man sagen soll sagt man auch einfach „Pura Vida“.
Mein Eindruck nach den ersten paar Wochen. Nicht alles ist hier Pura Vida bzw. zum puren Leben gehören auch Schwierigkeiten, die hier öffentlich nicht so angesprochen werden oder lieber vertuscht werden. Die hohe Zahl der Obdachlosen, die verwahrlost durch die Straßen der Hauptstadt San José ziehen. Eine zehnprozentige Arbeitslosenquote. Viel Stau, Straßenverkehr und Luftverschmutzung. Ein ökologisch, nachhaltiges Bewusstsein ist eben noch nicht bei allen angekommen. Vor allem nicht im Bezug auf Autos, die hier als Statussymbole stehen. Dennoch besitzt „nur“ die Hälfte der Costa-ricanischen Bevölkerung ein Auto. Der Großteil der Autos akkumuliert sich aber auf den Ballungsraum San José, wo ich eben bis jetzt meine meiste Zeit verbracht habe und mir das sehr aufgefallen ist. Und vor Allem der Machismus der sich im Alltag tatsächlich stark bemerkbar macht. Es gibt - insbesondere ab der Altersgruppe 40+ - starke Rollenbilder, natürlich auch durch die starke katholische Prägung. Aber es gibt auch viele junge Männer, die sich nicht scheuen offensiv mit dem Auto zu hupen, wenn sie an europäisch aussehenden Mädchen vorbeifahren, in der Straße lange „hinterhergaffen“ und „pfeifen“. Oft fehlt hier der Respekt. Dies merkt man aber wirklich erst in ärmeren Stadtteilen.
Das ist die schlechte Seite des Pura Vida. Andererseits muss man wirklich betonen, dass das Bildungssystem und die abgeschaffte Armee sich wirklich sehr ausgezahlt hat, weil viele junge Menschen ein sehr progressives und globales Denken haben. So war mein Eindruck bis jetzt nach vielen Gesprächen - ich kann auch komplett falsch liegen!
Ich will keinen falschen Eindruck hinterlassen: Es lässt sich auch so viel gutes über das Pura Vida hier sagen. Die Herzlichkeit, die Gelassenheit und die Friedfertigkeit. Vor Allem aber die Schönheit des Landes, insbesondere was die Natur angeht. Diese Aspekte habe ich viel öfter gespürt als die vorher Genannten. Nicht selten hatte ich Momente, wo ich so glücklich war, diesen Moment zu leben, zu genießen und aus voller Kehle „Pura Vida!“ zu rufen. (Was vielleicht auch ein paar Mal passiert ist... ;) ) Mal allein, mal in der Öffentlichkeit ...
Mein Zwischenfazit: nicht alles hier ist Pura Vida und soziale, politische und ökologische Probleme sollten keinesfalls vertuscht werden. Auf diese Probleme sollte ich in ein para Wochen bis Monaten noch einmal eingehen. Bis dahin kann ich wohl noch einen fundierteren Eindruck abgeben. Pura Vida birgt auch ein gewisses Maß an Oberflächlichkeit mit sich. Dennoch ist der Begriff positiv konnotiert. Wenn man sich den eigentlichen Sinn und die eigentliche Bedeutung des Spruchs in den Kopf ruft, dann zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht, da es die Menschen stärker miteinander verbindet und sich einfach am Moment und am Leben erfreut. Und seid gewiss: das tue ich!
In diesem Sinne
PURA VIDA!
Pura Vida ist so was wie der Werbe-Slogan Costa Ricas und man findet den Schriftzug auf jedem Touri-Mitbringsel.
Doch was bedeuten diese zwei Wörter eigentlich?
Folgendes: es gibt keine wirkliche Übersetzung des Spruchs. Wörtlich übersetzt hieße es: das pure Leben! Dadurch ist es so universell einsetzbar. Es heißt auch „genieße das Leben!“ „erfreu dich am Tag“. Quasi ein bisschen Carpe diem mäßig. Man kann Pura Vida aber auch einfach als Begrüßung, als Verabschiedung oder als Dankeschön. sagen. Man kann hier auch ein Gespräch führen, wenn man einfach nur „Pura Vida“ sagt. „¿Pura Vida?“ „¡Pura Vida!“ „¡Pura Vida!“ „Pura Vida.“... und wenn man mal gar nicht weiß, was man sagen soll sagt man auch einfach „Pura Vida“.
Mein Eindruck nach den ersten paar Wochen. Nicht alles ist hier Pura Vida bzw. zum puren Leben gehören auch Schwierigkeiten, die hier öffentlich nicht so angesprochen werden oder lieber vertuscht werden. Die hohe Zahl der Obdachlosen, die verwahrlost durch die Straßen der Hauptstadt San José ziehen. Eine zehnprozentige Arbeitslosenquote. Viel Stau, Straßenverkehr und Luftverschmutzung. Ein ökologisch, nachhaltiges Bewusstsein ist eben noch nicht bei allen angekommen. Vor allem nicht im Bezug auf Autos, die hier als Statussymbole stehen. Dennoch besitzt „nur“ die Hälfte der Costa-ricanischen Bevölkerung ein Auto. Der Großteil der Autos akkumuliert sich aber auf den Ballungsraum San José, wo ich eben bis jetzt meine meiste Zeit verbracht habe und mir das sehr aufgefallen ist. Und vor Allem der Machismus der sich im Alltag tatsächlich stark bemerkbar macht. Es gibt - insbesondere ab der Altersgruppe 40+ - starke Rollenbilder, natürlich auch durch die starke katholische Prägung. Aber es gibt auch viele junge Männer, die sich nicht scheuen offensiv mit dem Auto zu hupen, wenn sie an europäisch aussehenden Mädchen vorbeifahren, in der Straße lange „hinterhergaffen“ und „pfeifen“. Oft fehlt hier der Respekt. Dies merkt man aber wirklich erst in ärmeren Stadtteilen.
Das ist die schlechte Seite des Pura Vida. Andererseits muss man wirklich betonen, dass das Bildungssystem und die abgeschaffte Armee sich wirklich sehr ausgezahlt hat, weil viele junge Menschen ein sehr progressives und globales Denken haben. So war mein Eindruck bis jetzt nach vielen Gesprächen - ich kann auch komplett falsch liegen!
Ich will keinen falschen Eindruck hinterlassen: Es lässt sich auch so viel gutes über das Pura Vida hier sagen. Die Herzlichkeit, die Gelassenheit und die Friedfertigkeit. Vor Allem aber die Schönheit des Landes, insbesondere was die Natur angeht. Diese Aspekte habe ich viel öfter gespürt als die vorher Genannten. Nicht selten hatte ich Momente, wo ich so glücklich war, diesen Moment zu leben, zu genießen und aus voller Kehle „Pura Vida!“ zu rufen. (Was vielleicht auch ein paar Mal passiert ist... ;) ) Mal allein, mal in der Öffentlichkeit ...
Mein Zwischenfazit: nicht alles hier ist Pura Vida und soziale, politische und ökologische Probleme sollten keinesfalls vertuscht werden. Auf diese Probleme sollte ich in ein para Wochen bis Monaten noch einmal eingehen. Bis dahin kann ich wohl noch einen fundierteren Eindruck abgeben. Pura Vida birgt auch ein gewisses Maß an Oberflächlichkeit mit sich. Dennoch ist der Begriff positiv konnotiert. Wenn man sich den eigentlichen Sinn und die eigentliche Bedeutung des Spruchs in den Kopf ruft, dann zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht, da es die Menschen stärker miteinander verbindet und sich einfach am Moment und am Leben erfreut. Und seid gewiss: das tue ich!
In diesem Sinne
PURA VIDA!

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