Die Magie eines Ortes...


02.09.2019

Dieses Wochenende verbrachten einige Mitfreiwillige und ich an der Pazifikküste in Esterillos, schließlich wollten wir auch endlich mal das Meer sehen. Bei einem Land, das von zwei großen Weltmeeren umgeben ist liegt das natürlich nahe.
Unweit von Esterillos - etwa eine dreiviertel Stunde in Richtung Süden mit dem Bus - liegt der Nationalpark Manuel Antonio. Er ist der beliebteste Nationalpark Costa Ricas und im Normalfall muss man mit vielen Touristen rechnen. IM NORMALFALL. Hier vereinen sich dichter, mystischer Regenwald, traumhafte Strände mit türkisblauem Wasser und eine unmittelbar greifbar nahe Tierwelt. Zu fünft machten wir uns also auf den Weg. Für den Nachmittag war Gewitter angesagt und wir hatten etwas Angst davor, dass der Nationalpark wegen Starkregen geschlossen werden würde und wir umsonst hingefahren wären. Aber nichts da! Unser Mut und Tatendrang wurde belohnt. Für einen Samstag (!) waren wirklich so gut wie keine Besucher da. Dadurch wurde man nicht von irgendwelchen Touristen gestört über die man sich sonst immer aufregt, die die Ruhe der Natur und die Lebendigkeit der Tierwelt und des Ökosystems Regenwald mit lautem Gerede, Aufschreien und nicht vorhandener Würdigung des Umfelds belästigen. Wir hatten die Wege des Nationalparks quasi für uns allein. Schon vom ersten Schritt an spürte ich die Magie dieses Ortes. Eine unfassbar facettenreiche Pflanzenwelt aus sattem grün, gespickt mit bunten Blüten. Teilweise zehn Meter lange Palmenblätter. Ein Meter große Leguane, die einem über die Füße laufen, hämisch grinsen und dann im nächsten Gebüsch verschwinden. Unterschiedlichste Vogelarten, die im Einklang mit unzähligen Grillen ein Opern-Spektakel abliefern, dass die Semperoper nicht übertreffen könnte. Immer wieder kommen Soloeinlagen von Brüllaffen, Kapuzineraffen oder Totenkopfäffchen, die sich durch die Bäume hangeln und miteinander spielen und kichern. Meinen Eltern an dieser Stelle ein großes Muchas Gracias für ihr Abiturgeschenk an mich: ein Fernglas mit zehnfacher Vergrößerung. Dieses Mal kam es als Opernglas zum Einsatz ;) Ich war einfach so überwältigt von der Magie dieses Ortes. Gekrönt hat dies ein Bad in den dynamischen Wellen des warmen Pazifikwassers.

Im Anschluss an den Besuch des Nationalparks haben wir noch auf einer Anhöhe in einem Restaurant Mojito getrunken, lecker gegessen und den Sonnenuntergang genossen. Pura Vida, mae! Es war sicherlich nicht das letzte mal, dass ich diesen paradiesischen Ort besucht habe...




















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